Über das Museum
Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf gehört zum größten Museumskomplex zwischen Hamburg und Kopenhagen. Es präsentiert in seiner Dauerausstellung sowie in Sonderschauen Höhepunkte schleswig-holsteinischer Kunst und Kulturgeschichte. Die Sammlung umfasst rund 120.000 Exponate vom Mittelalter bis heute. Sie zeichnet sich durch ihre Vielfalt aus, birgt wahre Schätze und reicht von Kirchenkunst aus dem Mittelalter bis hin zu zeitgenössischer Malerei, von Möbeln bis hin zum Kunsthandwerk.
Ein großer Teil der Dauerausstellung ist bislang in den Räumen des Schlosses präsentiert worden, das aufgrund umfassender Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten geschlossen ist. Die Schleswiger Museumsinsel ist jedoch weiterhin geöffnet.
Galerie der Moderne
Die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt einer bewegenden neuen Schau des Museums für Kunst- und Kulturgeschichte Schloss Gottorf. Auf rund 1800 Quadratmetern begegnen Ihnen etwa 350 Werke bedeutender Künstler*innen der Moderne und Gegenwart. Viele davon stammen aus der renommierten Sammlung Horn. Im Fokus steht der deutsche Expressionismus mit Meisterwerken der Brücke. Einzigartig machen diese Ausstellung nicht zuletzt ihre vielfältigen norddeutschen Positionen mit Werken von Künstlern wie Emil Nolde, Ernst Barlach und Christian Rohlfs. MEHR...
Besonders hervorzuheben ist zudem der rekonstruierte Gottorfer Globus, der als das erste Planetarium der Geschichte gilt, sowie der wieder aufgebaute Barockgarten, der ihn umgibt.
Längst hat sich das Museum zudem mit Ausstellungen von national und international bedeutenden Künstler*innen einen Namen gemacht, deren Werke künftig in Gebäuden rund um das Schloss präsentiert werden. MEHR…
Die Wurzeln des Hauses liegen im Jahr 1875
Die Wurzeln des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf liegen im Kieler Thaulow-Museum, das 1875 in Kiel gegründet wurde und zunächst aus einer Kunstgewerbe-Sammlung bestand. Wie bei vielen Museen jener Zeit stand ein privater Sammler dahinter - Gustav Ferdinand Thaulow.
Mit dem Wechsel eines jeden Museumsdirektors kam in der Regel auch ein neuer Sammlungsschwerpunkt hinzu. Infolge des Zweiten Weltkrieges gab es dann einen großen Umbruch: Die Bestände des Museums wurden nach Schleswig gebracht, wo das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte (heute: Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf) als Nachfolger des Thaulow-Museums eröffnet wurde.