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Stiftung Rolf Horn 

Die Sammlung der Stiftung Rolf Horn

Er ist eine der radikalen künstlerischen Antworten auf die von gesellschaftlichen und politischen Wandlungen geprägte Zeit zwischen 1905 und 1925: der deutsche Expressionismus. Die Sammlung der Stiftung Rolf Horn konzentriert sich genau auf diese Stilepoche.

Sie richtet ihren Blick dabei auf das Schaffen von Künstlern wie Emil Nolde, Ernst Barlach und Christian Rohlfs – einigen der bedeutendsten Vertreter dieser Zeit, deren Wurzeln in Schleswig-Holstein liegen. 

Das Werk dieser norddeutschen Expressionisten steht im Zusammenklang mit weiteren zentralen Positionen der deutschen Kunstgeschichte: mit Gemälden und grafischen Hauptwerken der Künstlergruppe „Brücke“, den Werken Alexej von Jawlenskys und Käthe Kollwitz‘, Max Beckmanns und anderer großer Künstler des 20. Jahrhunderts.

Expressionismus, das hieß für Rolf Horn eine facettenreiche Kunst, die die Auf- und Umbrüche einer kurzen, aber wirkmächtigen Epoche spiegeln: Es ging ihm bei seinen Kunst-Erwerbungen stets um Ausdruck, um Menschlichkeit, um Botschaften aus schwieriger Zeit. Von Beginn an lag ein besonderer Fokus des Sammlers auf Menschenbildern.

Dies zeigen die Köpfe, auch Selbstporträts, mit denen die „Brücke“-Künstler – Kirchner, Schmidt-Rottluff, Heckel, Pechstein – sich und die Welt befragten. Dies zeigen die Menschenbilder, in die Käthe Kollwitz ihre Trauer um die Menschheit hineinlegte oder Max Beckmann seine skeptische Distanz.

Die Sammlung von Rolf und Bettina Horn fand ihren Weg 1988 nach Schleswig. Rolf Horn gefiel das Museumsareal von Schloss Gottorf: die heimatlich anmutende schöne Lage; die Vielfalt historischer und moderner kunst- und kulturgeschichtlicher Sammlungen, die Verschiedenartigkeit der Architektur auf dem Gelände und nicht zuletzt der Park mit seinen Möglichkeiten für die Präsentation von Skulpturen.

Seit 1995 führt Bettina Horn das Vermächtnis ihres Mannes fort, indem sie den Bestand umsichtig und in die Zukunft gerichtet weiter entwickelt, im Sinne ihres Mannes, dem Kunstfreund und Sammler, der weitergeben wollte, was ihm am Herzen lag.

Heute umfasst die Sammlung etwa 450 Werke, woran grafische Arbeiten einen großen Anteil haben. Dabei wurde der zeitliche Rahmen der Sammlung auf einzelne wichtige Positionen der deutschen Kunst bis in die Gegenwart hinein erweitert.

Einen Schwerpunkt bilden hier Berliner Künstler wie Hans Uhlmann oder Werner Heldt sowie Matthias Mansen, der dem Holzschnitt eine neue Dimension erschlossen hat. 

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