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Sakrale Kunst des Mittelalters

Einer der ältesten erhaltenen Räume des Schlosses ist die imposante Gotische Halle, die nach 1492 errichtet wurde. Sie bildet heute den beeindruckenden Rahmen für die reiche Sammlung von Altaraufsätzen und kirchlicher Skulptur des 13. bis 15. Jahrhunderts.
 
Zu den bedeutendsten Exponaten zählt der Landkirchener Altar von der Insel Fehmarn, der um 1380 im Umkreis des Meisters Bertram von Minden entstand. Er ist von imposanter Größe und zeigt Szenen aus der Passionsgeschichte und die Verherrlichung Christi.  
 
Die hochrangige Tafelmalerei des ausgehenden Mittelalters belegt ein Altarflügel von 1480, der dem Lübecker Meister Hermen Rode zugeschrieben wird.
 
Aus der Werkstatt des Hans Brüggemann stammt die geschnitzte Mitteltafel des Kleinen Bordesholmer Altars. Die Darstellung der Kreuztragung ist nach dem Vorbild des berühmten Bordesholmer Altars im Schleswiger Dom gestaltet. Brüggemann zählt zu den bedeutendsten niederdeutschen Bildschnitzern im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts.
 
Zu den besonderen Kostbarkeiten der Sammlung zählen liturgische Geräte und Textilien in der Geistlichen Schatzkammer, darunter ein reich geschmückter staufischer Messkelch von 1250 und zwei große Seidenbahnen aus dem 14. Jahrhundert. 

Einblick in das Alltagsleben des Mittelalters geben Mobiliar, Keramik und häusliches Gerät.

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