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  • Samuel Fosso, Black Pope, 2017
  • Samuel Fosso, Emperor of Africa, 2013

Samuel Fosso

26.05. - 29.10.2023

Samuel Fosso (1962 Kumba, CM – Bangui, CF; Paris, FR) zählt zu den renommiertesten zeitgenössischen Fotografen Afrikas. Er gab der großen Tradition der afrikanischen Studiofotografie eine neue Wendung, indem er seit Mitte der 1970er-Jahre eine eigenständige Form eines explizit theatralischen Selbstporträts entwickelte.

In diesen autofiktionalen Selbstporträts mit kunstvollem Make-up und aufwendigen Kostümen, Requisiten und Kulissen verbindet Fosso Fotografie und Performance. Er stellt nicht in erster Linie sich selbst dar, sondern vollzieht eine Transformation seiner Person – schlüpft in Rollen und leiht sich Identitäten aus, von historischen Schlüsselfiguren ebenso wie von gesellschaftlichen Archetypen. Dabei verknüpft er autobiografische Themen und Selbstkonzeptionen mit politischen und historischen Perspektiven. Sie sind Ausdruck der Komplexität und Vielfalt von zeitgenössischen Identitäten und eine Erkundung der Beziehungen zwischen Afrika und dem Osten und Westen in der Ära des Postkolonialismus und der Globalisierung.

Wir zeigen die große retrospektive Ausstellung in Kooperation mit der Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg und präsentieren eine Auswahl der wichtigsten Werkgruppen von Samuel Fosso. Nach der von Jürgen Tabor kuratierten Schau der Generali Foundation am Museum der Moderne Salzburg ist die Gottorfer Ausstellung eine seiner ersten in Deutschland.

Die nächsten Termine der Ausstellung

The Liberated American Woman of the 1970s, aus der Serie „Tati”, 1997
Führung
Samuel Fosso
After-Work-Führung mit Kuratorin Dr. Uta Kuhl
Mittwoch 20.09.202318:00 Uhr
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf
Anmeldung empfohlenAnmeldung empfohlen
FührungFührung

Samuel Fosso (geb. 1962in  Kumba, CM, lebt in Bangui, CF, und Paris) zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Fotokünstlern Afrikas. Seit den 1970er-Jahren entwickelte er eine besondere Form des Selbstporträts, das auf dem Spiel mit Rollen, verschiedenen Identitäten und Vorbildern beruht. Die von ihm verkörperten, ganz unterschiedlichen Charaktere sind Größen der Politik oder auch des gesellschaftlichen Lebens – entsprechend politisch sind die Arbeiten. Ein zentrales Thema mehrerer Werkgruppen sind die vielschichtigen – von Postkolonialismus und Globalisierung geprägten – Beziehungen Afrikas zum Osten und zum Westen. Die große retrospektive Ausstellung ist eine Kooperation mit der Generali Foundation am Museum der Moderne Salzburg.

 

Besonders geeignet für:

Erwachsene

Moderation

Kuratorin Dr. Uta Kuhl

Veranstalter

Landesmuseen SH

Spezielle Hinweise

Unsere Informationen und Vorschriften zum Thema Corona finden Sie HIER.

Anmeldung empfohlen, begrenzte Teilnehmerzahl

+49 (0) 4621 813 222, service@landesmuseen.sh oder online

Dauer

60 min.

Kosten

11 € (3 € für Freundeskreismitglieder*innen)

Ausstellung

Samuel Fosso

In Kamerun geboren, verbrachte Samuel Fosso seine Kindheit zunächst in Nigeria. Nach dem Biafra-Krieg zog er nach Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. 1975, im Alter von 13 Jahren, eröffnete Fosso nach einer kurzen Lehre sein eigenes Studio für Porträtfotografie. Der Erfolg seines Studios beruhte auf seinem Gespür für Mode und Ästhetik und seinem Talent, seine Kund*innen zu ermutigen, ihren persönlichen Stil zu zeigen.

Tagsüber porträtierte er seine zahlende Kundschaft, abends jedoch stellte er sich selbst vor die Kamera und inszenierte sich, inspiriert von westafrikanischer und afroamerikanischer Musik, Jugendkultur und politischer Rebellion, in engen Hemden, extravaganten Schlaghosen und Plateauschuhen sowie mit ausgefallenen Requisiten in freien, ungezwungenen Posen. So entstand Fossos frühe experimentelle Serie ausdrucksstarker Schwarz-Weiß-Selbstporträts, die unter dem Titel 70’s Lifestyle (1975–78) bekannt wurde.

In Werkserien wie African Spirits (2008) und Emperor of Africa (2013) verleiht Fosso seinem Werk einen deutlichen politischen Zug. In African Spirits verkörpert er historische Protagonist*innen der panafrikanischen Unabhängigkeits- und Bürgerrechtsbewegung wie Angela Davis, Patrice Lumumba, Haile Selassie, Martin Luther King Jr. und Muhammad Ali. African Spirits ist eine Hommage an die Kämpfer*innen für Bürgerrechte und postkoloniale Unabhängigkeit.

In seiner Serie Emperor of Africa thematisiert Fosso die tiefgreifenden Machtverhältnisse zwischen China und Afrika. Dazu schlüpft er in die Rolle des umstrittenen chinesischen Revolutionärs und kommunistischen Parteiführers Mao Tse-tung. In seinen Reinszenierungen stellt Fosso Mao nicht nur als Befreier, sondern auch als Symbol eines modernen Imperialismus dar.

Galerie
Samuel Fosso, Black Pope, 2017
Samuel Fosso, Black Pope, 2017_Copyright Samuel Fosso, courtesy Jean Marc Patras, Paris/ Fotografie Rainer Iglar, Museum der Moderne Salzburg
The Chief (Who Sold Africa to the Colonists), aus der Serie „Tati”, 1997
Samuel Fosso, The Chief (Who Sold Africa to the Colonists), 1997_Copyright Samuel Fosso, courtesy Jean Marc Patras, Paris
Samuel Fosso, Emperor of Africa, 2013
Samuel Fosso, Emperor of Africa, 2013_Copyright Samuel Fosso, courtesy Jean Marc Patras, Paris / Fotografie Rainer Iglar, Museum der Moderne Salzburg

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