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Umfangreiche Schenkung: Elsbeth Arlts Apokalypse-Zyklus für die Museumsinsel

Die Flensburger Künstlerin Elsbeth Arlt (1948-2015) hat Spuren hinterlassen – jetzt kommt eine weitere hinzu. Ihr Mann schenkt dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf aus ihrem Nachlass unter anderem den Apokalypse-Zyklus, in dem die 2015 gestorbene Künstlerin Dürers weltberühmtes Werk gut 500 Jahre nach dessen Entstehung in der ihr typischen Art collageartig verarbeitet und mit aktuellen Bezügen versieht. Der 2009 entstandene Zyklus umfasst acht Öl- und Acrylbilder jeweils im Fomat 215cm x 140cm. 

Zur Schenkung hinzu kommten weitere Arbeiten aus allen Schaffensphasen wie eine großformatige Bildtafel (280cm x 200cm) ohne Titel aus den 1980er Jahren, als Elsbeth Arlt noch gestisch und mit großzügig freiem Farbauftrag arbeitete. Im Prinzip des "all-over" ist die Farbe über die gesamte Leinwand aufgetragen – eine Technik, die sie später aufgab zugunsten ihrer charakteristischen, oftmals von der Konzeptkunst inspirierten Arbeiten. 

Zum Beispiel „Blue Planet“, das nun ebenfalls an Schloss Gottorf geht. Das 130cm x 250cm große Ölgemälde aus dem Jahr 1999 zeigt die Programmübersicht zur Eröffnung des IMAX-Theaters am Potsdamer Platz in Berlin und spürt dem Verhältnis von Bild und Sprache nach, wie es für ihr Werk kennzeichnend ist.

Auch die Arbeit der letzten Monate von Elsbeth Arlt findet nun ihren Platz auf Schloss Gottorf: Das sind etwa 150 Blätter mit Aufzeichnungen, tägliche Notationen und Bilder. Diese letzte abgeschlossene Arbeit entstand über einen Zeitraum von fünf Monaten im Jahr 2014. 2015 ist Elsbeth Arlt in Flensburg gestorben.

Dr. Carsten Fleischhauer, stellvertretender Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, freut sich über den Zuwachs: "Endlich ist diese wichtige und innovative schleswig-holsteinische Künstlerin nun mit bedeutenden Arbeiten aus allen Werkphasen auf Gottorf vertreten. Unser Dank gilt Jochen Arlt, dessen großzügige Schenkung aus dem Nachlass diese empfindliche Lücke in den Sammlungen des Landesmuseums geschlossen hat.”

Geboren wurde Elsbeth Arlt 1948 in Kiel. Sie absolvierte die Muthesius-Fachhochschule für Gestaltung in Kiel sowie die Hochschule für Bildende Künste in Hamburg unter anderem bei Jan Koblasa. Bekannt wurde Elsbeht Arlt durch ihren unverwechselbaren Umgang mit Schrift und Malerei.

Die Gemälde und künstlerisch bearbeiteten Bücher zeigte sie in Ausstellungen, unter anderem in der Kieler Kunsthalle und auf dem Museumsberg Flensburg. Auch mit dauerhaften Installationen als Kunst im öffentlichen Raum ist Elsbeth Arlt bis heute sichtbar. Dazu gehört zum Beispiel das prägnante Kunstwerk über dem Eingang der Universitäts-Bibliothek in Kiel mit dem André Gide-Zitat "Manche leuchten, wenn man sie liest". 2012 erhielt sie den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein.

Mehr zu Elsbeth Arlt unter www.elsbetharlt.de.

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