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Spannungsfeld Weimar

Kunst und Gesellschaft 1919-1933

02.04. - 01.11.2020

Die Ausstellung war bereits 2019 ein Besuchermagnet. Sie bietet in diesem Jahr 80 neue Kunstwerke und damit neue (Ein-)blicke auf die Jahre der ersten deutschen Demokratie - der Weimarer Republik. Es ist die Zeit zwischen dem Ende des Ersten Weltkrieges – verbunden mit dem Ende des Kaiserreichs – und dem Beginn des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland. Sie ist geprägt von starken politischen, sozialen und gesellschaftlichen Umbrüchen. Dies spiegelt sich auch in der Kunst und Kultur der Zeit: in diesen kurzen 14 Jahren entsteht eine besondere Vielfalt an Stilen und Strömungen. 

Die Gründung des Bauhauses 1919 in Weimar markiert dabei einen besonderen Meilenstein im Streben nach einer neuen Kunst, einem neuen Menschen und einer neuen Gesellschaft. Die Künstler organisieren sich vor allem in den frühen Jahren der Weimarer Republik in stark politischen Gruppierungen, wie dem Arbeitsrat für Kunst, der Novembergruppe oder der Gläsernen Kette. Der Expressionismus, der vor und während des Ersten Weltkrieges seine Blüte erlebt, wird Mitte der 1920er Jahre bereits totgesagt und durch die Neue Sachlichkeit abgelöst. Dennoch findet sich die ganze Bandbreite der klassischen Moderne in dieser Zeit, und auch der Impressionismus eines Max Liebermann oder Lovis Corinth ist bis in die 1930er Jahre immer präsent. 

Die Ausstellung bringt Werke aus der Sammlung Bönsch mit Werken des eigenen Bestandes des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf zu einer hochaktuellen Schau zusammen. Sie greift die zentralen Themen der Weimarer Republik auf, wie Kriegserfahrung und Revolution, rauschendes Nachtleben und soziales Elend, die Suche nach einer neuen Gesellschaft und nach neuen Formen der Kunst, widmet sich aber auch herausragenden Künstlerpersönlichkeiten wie Emil Nolde, Carl Hofer, Max Liebermann, Georg Tappert, Wenzel Hablik und Käthe Kollwitz.

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