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Rainer Fetting

Here are the lemons

24.04. - 18.10.2020

Er zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart: Rainer Fetting. Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf zeigt ihm zu Ehren die große Sonderausstellung "Here are the lemons".

In der umfassenden Retrospektive sind insgesamt 145 Arbeiten – 60 Gemälde, 13 Bronzen sowie 62 Zeichnungen und druckgraphische Blätter –  zu sehen. Damit gibt die Ausstellung breiten Einblick in das umfang- und facettenreiche Werk Fettings. Ein besonderer Akzent liegt auf einer Serie überlebensgroßer Portraits aus den letzten Jahren, die mehrere Leinwände einnehmen und monumental in ihrer Wirkung sind, darunter das Porträt von Desmond Cadogan „Here are the lemons“ aus dem Jahr 2015.

Die Anfänge: die Berliner "Moritzboys" oder die "Neuen Wilden"

Rainer Fetting, 1949 in Wilhelmshaven geboren, studierte an der Hochschule der Künste in Berlin und war Ende der 1970er Jahre Mitbegründer und Protagonist der Galerie am Berliner Moritzplatz. Diese wurde von einer Gruppe junger Künstler gegründet, die unter dem Begriff „Neue Wilde", „Junge Wilde“ oder auch „Moritzboys“ bekannt wurden. Ihre Malerei war emotional und direkt, heftig und sehr farbig und vor allem: gegenständlich.

1978 ging Rainer Fetting mit einem Stipendium nach New York, wo er eintauchte in eine Stadt, die ganz neue Freiheiten und künstlerische Anregungen bereithielt. Der internationale Durchbruch kam 1981 mit der Ausstellung "A New Spirit in Painting", die Norman Rosenthal und Christoph Joachimides in London kuratierten. Es folgten Einzelausstellungen in der bekannten Londoner Galerie Anthony d’Offay sowie bei Mary Boone in New York. 

Die großen Themen Fettings: der Mensch und seine Welt

In Deutschland war Rainer Fetting bei der berühmten Ausstellung Zeitgeist 1982 im Berliner Gropiusbau vertreten. 1983 ging er erneut nach New York und lebte dort für mehr als zehn Jahre bis 1994. Eine Reihe seiner bekannten Gemälde aus dieser Zeit werden in der Ausstellung gezeigt. Neben Porträts von Desmond und anderen sind das Stadtbilder wie Men at the Pier, Figur und Hochbahn (van Gogh), Taxi with steam and green female oder die berühmten Punk-Club CBGB’s.

Seit seiner Rückkehr aus New York malt Rainer Fetting auch auf Sylt. Die Naturgewalt des Meeres übt seit jeher einen großen Reiz auf ihn aus und bietet ihm unerschöpfliche Motive für seine Malerei: Die Dünen oder die Wucht der Wellen, Surfer und Ballspieler oder auch die Baggerschiffe vor Sylt. 

Hier verbinden sich die großen Themen Rainer Fettings, der Mensch und seine Welt. Neben der menschlichen Figur und dem Portrait spielen Landschaften im weitesten Sinne – Stadtlandschaften und die Mauerbilder aus Berlin, Stadtszenen aus New York – eine zentrale Rolle. Ein eigenes Kapitel ist den bekannten Portraits von Willy Brandt aus dem Jahr 1996 und Helmut Schmidt von 2006 gewidmet.

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