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Norddeutsche Galerie

In der Norddeutschen Galerie begeben sich die Besucher auf eine Reise durch die letzten hundert Jahre deutscher Kunst, von den Anfängen des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.
 
Entscheidend für den Charakter der Norddeutschen Galerie ist der Zuschnitt auf norddeutsche Künstler. Thematisiert werden die Abgrenzungen und Gegensätze der verschiedenen Künstlergenerationen des 20. Jahrhunderts.
 
Der Bezug zwischen der Kunst in der Sammlung Rolf Horn und der Norddeutschen Galerie ist gleich zu Beginn sichtbar: Der erste Raum beschäftigt sich mit Künstlern des Expressionismus. Es folgt die Kunst der Weimarer Republik mit der neuen Sachlichkeit und dem Surrealismus. Es war ein Jahrzehnt des Experimentierens mit Farben, Formen und Themen.
 
Die Phase des Experimentierens endete mit dem Beginn der NS-Diktatur. Viele Künstler wurden mit Malverboten belegt wie zum Beispiel Eduard Bargheer oder Friedrich Karl Gotsch. Aus jener Zeit stammt auch ein Gemälde der Künstlerin Hedda Pontoppidan, die lange Jahre wenige Kilometer von Schleswig entfernt im Norden Schleswig-Holsteins gelebt hat, für die Sammlung des Museums erstanden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges versuchte die Generation der Nachkriegszeit an die frühere Kunst der Weimarer Republik anzuschließen. Künstler dieser Zeit sind unter anderem Richard Haizmann, Erich Hartmann, Carl Hilmers und Oskar Kehr-Steiner.
 
Großartige Neuerungen in der Kunst treten verstärkt mit der 68er-Generation auf. Die Künstler des norddeutschen Raums verfolgen dabei besonders realistische Ansätze, ebenso wie gesellschaftskritische.

Hierauf folgen dann die „Norddeutschen Realisten“ wie Friedel Anderson, Tobias Duwe, Christoph Thiele oder auch Nikolaus Störtenbecker. Der Fokus dieser Generation liegt vor allem auf Alltagsgegenständen und Landschaftsmotiven.
 
Auch der zeitgenössischen Kunst widmet sich die neue Ausstellung. Vertreter sind hier unter anderem Ingo Kühl und der 1972 geborene René Schoemakers.

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