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Schloss Gottorf ist aufgrund von Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten geschlossen. Die Schleswiger Museumsinsel bleibt geöffnet. MEHR...  Der nahe der Museumsinsel gelegene Gottorfer Globus sowie der Barockgarten befinden sich in der Winterpause und öffnen am 2. April 2026 wieder.

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Kunstsammlung um Werk von Till Gerhard erweitert

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf freut sich über eine großzügige Schenkung aus Privatbesitz, vermittelt von der Galerie Rainer Gröschl aus Kiel. Es geht um das Werk Aurora Folks des Künstlers Till Gerhard (* 1971, Hamburg).

Das Motiv: Drei weiblich zu lesende Figuren sind in eine nördlich anmutende Landschaft eingebettet, die von nahezu überirdischer Schönheit ist. Die in die Bildtiefe gestaffelten Personen stehen jeweils isoliert für sich und blicken in die dunstige Weite einer einsamen Naturkulisse aus bewaldeten Bergen und der Wasserfläche eines Sees oder Fjords.

Aurora – die Göttin der Morgenröte aus der römischen Antike – ist titelgebend und so meinen wir mit den drei Rückenfiguren Zeugen des frühmorgendlichen Sonnenaufgangs zu werden. Dieses Naturschauspiel übersetzt Till Gerhard in juwelenhaft leuchtende Blau-, Grün-, Violett- und Gelbtöne. Die lasierende, lockere Malweise, bei der Gerhard z.T. mit stark verdünnter Farbe und einer Wischtechnik gearbeitet hat, lässt die Farbtöne changieren und die Szenerie leicht vibrieren. Üppige Malspuren demonstrieren einen dynamischen Werkprozess.

Der in Kiel und Hamburg ausgebildete Till Gerhard gibt seinem Bild eine zauberisch-mystische Atmosphäre. Er sagt: „Wald und tiefes Wasser haben […] einen hohen Symbolwert, sie stehen für das Unterbewusstsein, für Dinge, die wir nicht bewusst wahrnehmen.“ In seinem Œuvre setzt er sich immer wieder mit dem Dunklen, dem Okkulten und Abgründigen, sowie mit Ritualen, dem Tod und dem Transzendentalen auseinander. Sehen wir auf der Leinwand also lediglich drei Menschen in Kontemplation der Natur oder verbirgt sich hier doch ein Geheimnis, vielleicht sogar ein düsteres?

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