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Gottorfer Vexierbild in New York

Im Metropolitan Museum of Art in New York ist die Ausstellung „Making Marvels: Science and Splendor at the Courts of Europe“ gestartet. Zu sehen sein wird auch ein Exponat von Schloss Gottorf. Das Vexierporträt von König Christian V. von Dänemark ist gut verpackt in die amerikanische Millionenmetropole verschickt worden. Dort gehört es in der Sonderausstellung des größten Kunstmuseums der Vereinigten Staaten zu den insgesamt 170 Exponaten, die von der Wissenschaft und Pracht an den Höfen Europas erzählen. „Making Marvels“ endet am 1. März 2020.

Prominente Leihgaben aus Schleswig bespielen regelmäßig nationale und internationale Ausstellungen

Das Vexierporträt ist ein typisches Sammlerstück einer barocken Kunstkammer – ein geniales optisches Instrument aus dem Jahr 1685, das die königliche Abstammung und Würde der Dynastie vor Augen führt. Das Porträt von König Christian V. von Dänemark (1646-1699) ist nur durch das Okular zu sehen – in der Mitte der Leinwand, wo sich das Porträt seiner Mutter befindet. Um ihr Bild kreisförmig angeordnet sind acht Porträts dänischer Könige, die Vorfahren Christians V. aus dem Haus Oldenburg. 

Wenn der Betrachter durch das vor dem Gemälde montierte Okular schaut, sieht er das Porträt kaleidoskopartig zusammengesetzt aus je einer Facette der Gesichter seiner Vorfahren. Das Ganze analog - durch die Prismen der Optik.

Das Vexierporträt passt in eine Reihe prominenter Leihgaben, die von Schleswig aus national und internationale Ausstellungen bespielen. Eines der am häufigsten angefragten Werke ist der „Schwebende“ von Ernst Barlach, der zur Zeit in Kopenhagen in der großen Ausstellung „Tyskland“ zu sehen ist. Erst 2015 war die von Barlach gestaltete überlebensgroße Figur in der Käthe Kollwitz-Ausstellung in Peking zu Gast.

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