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Digitalisierung: „Wir machen einen großen Schritt nach vorn“

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf will nun auch seine über 80.000 Papierarbeiten - Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken – systematisch und qualitativ hochwertig digitalisieren. Möglich ist das vor allem, weil der Freundeskreis Schloss Gottorf das Museum dabei finanziell unterstützt - und ihm jüngst einen hochleistungsfähigen Archivscanner geschenkt hat.

Sie arbeitet immer auch ein bisschen gegen die Zeit. Restauratorin Tatjana Keune ist im Museum für Kunst und Kulturgeschichte für die mehr als 80.000 Grafiken der Sammlung zuständig. Die Alterungsprozesse, die den Werken zusetzen, werden durch Umwelteinflüsse aber auch durch mechanische Beanspruchung beschleunigt. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt daher in der präventiven Konservierung. Die dauerhafte Aufbewahrung soll dabei verbessert und ein sachgemäßes Handling ermöglicht werden.

Um dies auch während der Digitalisierung des Bestandes gewährleisten zu können, wird im Vorfeld jede Grafik dahingehend untersucht und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Auch werden möglicherweise auf der Rückseite befindliche Zeichnungen und historische Spuren zugänglich gemacht. Die Arbeit von Tatjana Keune wird künftig noch viel mehr als bisher von der Digitalisierung des Bestandes geprägt sein. Der Grund: Der Freundeskreis Schloss Gottorf hat dem Museum einen hochleistungsfähigen Archivscanner geschenkt.

Digitalisierung von über 80.000 Papierarbeiten

„Die Digitalisierung ist heute für alle Museen eine zentrale Herausforderung. Wir sind daher über die langjährige Unterstützung des Freundeskreises sehr dankbar. Der Archivscanner ermöglicht es uns nun, auch den umfangreichen Bestand unserer wertvollen Grafiken systematisch und qualitativ hochwertig zu digitalisieren“, sagt Dr. Carsten Fleischhauer, der bevollmächtigte Direktor des Museums. „Das ist ein weiterer großer Schritt nach vorn.“

Die Erfassung aller Kunstwerke und Kulturgüter des Museums soll künftig die Arbeitsprozesse innerhalb des Hauses erleichtern. Die hochauflösenden Scans sind Teil der wissenschaftlichen Inventarisierung, der wichtigsten Grundlage der musealen Arbeit. Darüber hinaus profitieren davon aber auch Kunstfreundinnen und -freunde, die schon heute unter www.museen-sh.de am heimischen PC einen Blick auf viele Exponate des Museums werfen können.

Kupferstichkabinett mit sehenswertem Bestand

In ein paar Monaten werden dort auch die ersten digitalisierten Grafiken zu finden sein. Und der Bestand des Kupferstichkabinetts des Museums kann sich sehen lassen. So gibt es umfangreiche Bestände von Ornamentstichen vornehmlich des 17. Jahrhunderts. Herausragend sind Arbeiten von Asmus Jakob Carstens, von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein sowie die Porträtzeichnung des Greifswalder Historikers Christian Friedrich Rühs von der Hand Caspar David Friedrichs.d. Ä.

Seit Jahrzehnten gehört der Nachlass des Malers und Weimarer Akademiedirektors Hans Olde d. Ä. genauso zur Sammlung wie eine Reihe von vollständigen druckgrafischen Werken, u.a. von Friedel Anderson, Edgar Augustin, Klaus Fußmann und Jörn Pfab. In der Sammlung befinden sich größere Werkgruppen von Künstlern der Klassischen Moderne wie Erich Heckel, Oskar Kokoschka und Christian Rohlfs.

Mit 850 Arbeiten besitzt Schloss Gottorf eine der größten Sammlungen mit Arbeiten von Horst Janssen, die zu einem guten Teil der Großzügigkeit des Künstlers verdankt wird. Weniger umfangreich, aber mit exquisiten Werken vertreten sind z.B. auch Eduard Bargheer, Conrad Felixmüller, Ernst Ludwig Kirchner, Edvard Munch, Emil Nolde, Max Pechstein, Emil Schumacher und Max Uhlig.

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