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Die Fürstinnen der Lande

Handlungsspielräume im Spannungsfeld zwischen Dynastie, Familie und Individuum 


Eine Tagung der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf in Kooperation mit der Abteilung für Regionalgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Wann? 13.-14. Januar 2022. Die Tagung findet online statt. Anmeldungen sind über unseren Besucherservice möglich: +49 (0) 4621 813 222, service@landesmuseen.sh.

Das Programm im Detail zum Download


Die Tagung befasst sich mit den Fürstinnen, die in der Geschichte der Lande Schleswig und Holstein, Dänemark und Schweden eine Rolle spielten und die viel zu lange Zeit kaum Beachtung fanden. Selbst wenn Königinnen und Herzoginnen – zumindest aus der Perspektive der Nachwelt – die Geschichte nicht so sichtbar „formten“ wie die Fürsten, hatten sie dennoch entscheidenden Anteil daran. Dennoch wurden Fürstliche Frauen erst in jüngerer Zeit von der historischen Forschung intensiver in den Blick genommen. 

Aus diesen neueren Forschungen folgte ein Perspektivwechsel: Endlich werden fürstliche Frauen nicht mehr nur als verhandelte und gehandelte „Objekte“ dynastischer Politik gesehen, sondern auch selbst als Handelnde wahrgenommen. Endlich werden ihnen zumindest grundsätzlich Optionen und die Realisierung eigener Strategien sowie eigene Handlungs­spielräumen zuerkannt.

Zu lange war das Interesse der früher ausschließlich männlichen Geschichtsschreibung auf die Frauen beschränkt, die etwa als Regentinnen oder – seltener noch – als Königinnen offiziell an Herrschaft teilhatten. Der realen Bedeutung von Frauen in der Geschichte wird das nicht im Entferntesten gerecht. Hinzu kommt: Die Tatsache, dass nicht nur Politik und Geschichte selbst, sondern auch die Geschichtsschreibung über Jahrhunderte eine Männerdomäne war, führte dazu, dass Frauen in erster Linie in ihrer von Männern vorgegebenen Rolle bzw. in ihrer Beziehung zu Männern wahrgenommen wurden: Frauen als Töchter, Ehefrauen, Mütter oder Witwen; seltener als Regentinnen und nur in seltenen Ausnahmen als Königinnen oder Kaiserinnen. Und diese Perspektive galt vermutlich schon zu ihren Lebzeiten. Denn Herkunft, Ausbildung und Sozialisation an einem Fürstenhof, die Erfüllung vorgegebener Rollenbilder, war die Grundlage für die Teilhabe an dynastischer Herrschaft. 

Diesen Hintergrund reflektierend, stellen die Vorträge einzelne Fürstinnen der Frühen Neuzeit aus Schleswig und Holstein, Dänemark und Schweden vor. Dabei werden zugleich thematische und strukturelle Fragen behandelt, im Idealfall in einer Verknüpfung. So werden zentrale Themen wie Regentschaft, Hofhaltung, Patronage oder Mäzenatentum am Beispiel einzelner Protagonistinnen dargestellt. 

Landesmuseen Schleswig-Holstein
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