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Moby Dick und Röhrenkatze

50 Jahre Kulturring

01.12.2020 - 28.02.2021

Die große Sonderausstellung „Moby Dick und Röhrenkatze“ würdigt das langjährige Engagement des Kulturrings in der Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft für das Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Seit einem halben Jahrhundert erwirbt der Kulturring Gemälde, Grafiken und Skulpturen, die in enger Abstimmung mit dem Museum ausgewählt werden. In fünf Jahrzehnten sind so fast 500 Werke von 115 Künstlerinnen und Künstlern zusammengekommen. 

Diese haben ihren Lebensmittelpunkt hier im Norden, wie Nikolaus Störtenbecker, Manfred Sihle-Wissel oder Friedel Anderson, oder deren Arbeiten einen engen Bezug zu Schleswig-Holstein, wie etwa die Gemälde und Grafiken der Norddeutschen Realisten. Daneben erstand der Kulturring jedoch immer wieder auch Werke, die halfen, das Sammlungsprofil des Museums zu schärfen oder sogar neu auszurichten. Beispiele hierfür sind die Arbeiten von Winfried Zimmermann (1928-1992), Günter Wiese (geb. 1942) oder Erwin Doose (geb. 1942). 

Die Hinwendung des Landesmuseums zur aktuellen zeitgenössischen Kunst und damit auch zur Abstraktion ist in besonderem Maße dem Engagement des Kulturrings zu verdanken und fand in den Arbeiten von Walter Stöhrer (1937-2000) und Hans Hartung (1908-1967) bemerkenswerte Höhepunkte.

Die Ausstellung in der Reithalle gibt mit fast 140 Werken einen umfassenden Einblick in die einmalige Sammelleidenschaft des Kulturrings. 

Obwohl man in einer so langen Zeitspanne sicherlich keinen in sich geschlossenen Bestand erwarten kann, zeigt die Ausstellung, dass es Themen gibt, die sich wie ein roter Faden durch die Sammeltätigkeit ziehen. Themen wie Abstraktion, das Menschenbild im Wandel der Zeiten oder der spezifische Blick des Künstlers oder der Künstlerin auf die Welt, sei es im Interieur, im Stadtbild oder in der Natur sind in der Ausstellung zusammengefasst und geben so spannende Einblicke in künstlerische aber auch in gesellschaftliche Prozesse, die sich in der Ausstellung widerspiegeln.

Dass in der Reithalle nur wenig monumentale Skulpturen zu sehen sind, ist dem Umstand geschuldet, dass die meisten Bildwerke, die der Kulturring erworben hat, seit Jahren die Schlossinsel und den Barockgarten bereichern. Die Skulpturen von Manfred Sihle-Wissel, Hans Martin Ruwoldt, Gustav Seitz, Ernst Barlach, Günter Haese, Wieland Förster und  Andreas Theurer – um nur einige zu nennen – sind als wichtige, unverzichtbare Exponate in den Skulpturenpark auf der Schlossinsel und in den Barockgarten des Museums für Kunst und Kulturgeschichte integriert.

Anlässlich des 50jährigen Jubiläums darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Kulturring den von der Dr. Dietrich Schulze-Kunststiftung finanzierten „Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft“ verantwortet und in dieser Rolle wiederum im Schulterschluss mit den Museumdirektoren eine Reihe bedeutender Künstler mit diesem überregional bedeutenden Kunstpreis ausgezeichnet hat. Besonders erfreulich ist, dass viele Preisträger mit ihren Arbeiten Eingang in die Sammlung gefunden haben.

Preisträger des Kunstpreises der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft:
1985 Erwin Doose
1987 Manfred Sihle-Wissel
1989 Jan Koblasa
1991 Hanna Jäger
1993 Friedel Anderson
1998 Max Neumann
2000 Walter Stöhrer
2002 Günter Haese
2004 Menno Fahl
2006 Kristin Grothe
2008 Lili Fischer
2010 Ulrich Mack
2012 Joerg Plickat
2013 Künstlergruppe Norddeutsche Realisten
2015 Lucia Figueroa
2017 Maria C. P. Huls
2019 Wolfgang Werkmeister

Landesmuseen Schleswig-Holstein
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