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5. Dezember



Tapisserie mit Leopardenjagd 

Nordniederländische Werkstatt, um 1600
Wolle, Seide, Leinen gewirkt  |  Inv. 1979/225 

Bildteppiche wie dieser waren Teil einer Serie und füllten ganze Räume, in denen sie neben der Ausschmückung auch dazu dienten, die Wärme zu halten. Diese Tapisserie stammt aus schleswig-holsteinischem Adelsbesitz, hergestellt wurde sie in den  Niederlanden. Ein Blick auf die feinteilige Arbeit verrät, wie aufwendig und kostbar ein derartiges Stück war. Bei der Technik handelt es sich um Bildwirkerei: Die Motive sind nicht gewebt, sondern werden in einzelnen Partien von Hand gearbeitet. 

Die Bildszenen zeigen die Jagd, die ein Privileg des Adels war. Hier finden sich neben Hirschen, Bären und Vögeln auch allerlei exotische Tiere, ein Verweis auf antike Vorbilder. Auch Frauen sind an der Jagd beteiligt, die beiden reich gekleideten Damen im Vordergrund tragen Jagdhörner. 

Die Bordüre zeigt oben und unten jeweils die Caritas, die Nächstenliebe (Frau mit Kindern), und links und rechts Venus mit Amor sowie ringsherum weitere Figuren und üppige Blumenvasen.
 

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