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3. Dezember



Das Christuskind als Überwinder von Tod und Teufel

Lucas Cranach der Ältere (1472–1553)/Cranach-Werkstatt, um 1534 Tempera auf Buchenholz  |  Inv. 1996/208

Diese Darstellung gehört zu den seltenen Motiven der Cranach-Werkstatt, während beispielsweise der Kindersegen häufig wiederholt wurde (siehe die beiden Exemplare im Cranach-Saal). Thema ist der Sieg Christi über Sünde und Tod und damit die lutherische Rechtfertigungslehre. Diese besagt, dass allein der Glaube, nicht die fromme Tat, ins Himmelreich führt, denn Christus ist für alle Sünden der Menschen gestorben. So kann der Zutritt beispielsweise auch nicht erkauft werden. Der Apfel verweist auf den Sündenfall Adams und Evas, der mit dem Opfertod Christi gesühnt wird, worauf das Kreuz hindeutet. Die Bildunterschrift bedeutet O Tod, ich werde dein Tod sein. Christus wird als Kind gezeigt, denn die Menschwerdung Gottes ist Grundlage der Heilsgeschichte, also der Erlösung der Menschen. 

Ein ähnliches Cranach-Gemälde, das Christus und Johannes den Täufer als Kinder zeigt, gehörte im 17. Jahrhundert zur herzoglichen Gottorfer Cranach-Sammlung, die Herzogin Maria Elisabeth aus ihrer Heimat Dresden mitgebracht hatte.

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