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1. Dezember



Gotische Halle

Um 1500

Die sogenannte Gotische Halle verdankt ihren Namen ihrer mittelalterlichen Bauform. Sie diente ursprünglich wohl als Hofstube, war also ein Raum für die Bediensteten. Eine sakrale Funktion, etwa die einer Kapelle, hatte sie nie. 

Ab 1667 war hier die herzogliche Bibliothek untergebracht und im anschließenden Eckraum die Kunstkammer. Aus dieser Zeit stammen die Tierkreiszeichen in den Gewölben, nach denen die Bücher in Themengruppen geordnet waren. Hofbibliothekar war damals Adam Olearius (1599–1671). Man muss sich den Raum angefüllt mit  Bücherregalen vorstellen: Um jede Säule und dazwischen waren Regale und Tische  angebracht, auf denen in mehreren Ebenen Bücher standen.

Beim Neubau des Südflügels um 1700 wurde die Gotische Halle nicht abgerissen, sondern in den neuen Bau integriert, da sie durchgehend die Bibliothek beherbergte.  Es ist deutlich zu sehen, dass der Rhythmus der alten Gewölbe und der neuen Fenster  nicht harmoniert: Im Westen verschwindet ein Fenster ganz im Mauerwerk, es hat  von außen eine rein ästhetische Funktion als Teil der Fassadengliederung.

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